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Tag des Friedhofs 2018

Nähe – Hoffnung - Begegnung

Am Tag des Friedhofes zeigten Handwerker ihre Arbeiten

Bonn (moe). Der Rote Teppich auf dem Bonner Münsterplatz ist für Gäste ausgerollt, die bekannte Bonner Jazzband Semmel´s Hot Shots sorgt für schmissige Dixielandklänge, die weißen Zelte sind mit bunten Blumensträußen dekoriert und viele lila Luftballons signalisieren, dass die Friedhofsgärtner-Genossenschaft Bonn mit ihren Partnern sowie dem Amt für Stadtgrün den diesjährigen Tag des Friedhofes unter dem Motto Nähe – Hoffnung – Begegnung veranstalten. Schon am frühen Morgen gruppierten sich Besucher um die Stände und informierten sich über das vielfältige Angebot. Blumen sowie Ballons wurden an die Passanten verteilt.

Die Bonner Bestattungsunternehmen hatten die Ausstellungsbesucher zu einem Gewinnspiel zum Thema: „Prominente auf Bonner Friedhöfen“ eingeladen.  Dazu haben sie mannshohe Aufsteller bedrucken lassen, auf denen die Porträts zum Beispiel von Clara Schumann, Helmut Barzel und des Roma-Königs Ferko Czori  zu sehen sind. Die Besucher mussten die Friedhöfe, auf denen sie beerdigt sind, erraten. Es wurden drei Hauptpreise ausgelost. Der erste Preis in Höhe von 100 Euro ging an Renate Behre, Bonn, der zweite Preis (75 €) an Dieter Hackler, Bonn. Der dritte Preis in Höhe von 50 Euro wurde direkt am Stand an Frau Mina Ling ausgegeben. Darüber hinaus gab es als Trostpreise Gutscheine für Friedhofsspaziergänge, die von Rainer Selman in den nächsten Monaten angeboten werden.

Das Amt für Stadtgrün der Stadt Bonn informierte über die vielen unterschiedlichen und ortsteilnahen Friedhöfe in der Stadt, die als grüne Lungen teilweise mit altem Baumbestand und schattigen Ruhezonen zum Verweilen einladen. Gesprächsthema war bei vielen Besuchern das Friedhofkonzept der Stadt, das im kommenden Jahr verabschiedet werden soll. Das Konzept bejaht die wohnungsnahe Bestattung auf dezentralen Friedhöfen, wie Jörg Bauer vom Amt für Stadtgrün bemerkte, man brauche inzwischen weniger Platz, deshalb können man die Kernflächen der Friedhöfe verdichten und die Außenflächen anderweitig nutzen.

In direkter Nachbarschaft informierte der Verein der Förderer des Alten Friedhofes. Seine Vorsitzende Eva Hüttenhain konnte berichten, dass das Grab von Beethovens Mutter aufgearbeitet wird. Die in der Kapelle angebotenen Konzerte sind meist ausverkauft und sind ein Renner geworden. Am Tag des Denkmals konnte man mehrfach Führungen mit mehr als 100 Teilnehmern anbieten.

Die Friedhofsgärtner zeigten Beispiele intensiver Grabpflege. Auszubildende der Genossenschaftsbetriebe bauten Grabanlagen auf, bepflanzten und dekorierten sie.

Über die Vertragsmöglichkeiten der Dauergrabpflege für verschiedene Grabformen haben sowohl Klaus Schneider, Prokurist der Friedhofsgärtner-Genossenschaft Bonn, als auch die Friedhofsgärtner Stephan Held und Hans Möhle informiert.

Die Steinmetze hatten eine lebendige Werkstatt aufgebaut, in der die Besucher die Verwandlung von unbehauenem Steinmaterial zu schlanken Stelen oder dekorativen Grabbildern erleben konnten. „Wer heutzutage ein klassisches Grab kauft, möchte in der Regel auch, dass dort sich die Persönlichkeit des Verstorbenen widerspiegelt,“ sagt Frank Dohr, Innungsobermeister der Bildhauer– und Steinmetzinnung Bonn Rhein-Sieg / Oberbergischer Kreis, „individuelle Wünsche werden immer wichtiger.“ Diesen Eindruck veranschaulichten die Muster unterschiedlicher Grabmale und Stelen, die auf dem Münsterplatz aufgebaut wurden und einen Überblick über die Steinmetz- und Bildhauerkunst bot.

Die Floristen präsentierten dekorative Gestecke mit Pflanzen aus der Region. „Alle Blumen, die ich zu Gestecken hier verarbeite, stammen aus dem Vorgebirge,“ bekräftigte Clemens Schillmöller. Er gestaltete mit seinen Kollegen zum Thema „Abschied mit Blüten“ florale Werkstücke und farblich abgestimmte Gestecke mit Blumen aus der Region live vor Ort.

Der Tag des Friedhofes als öffentliche Veranstaltung in Bonn auf dem Münsterplatz soll den Friedhof enttabuisieren. Dieses Ziel wurde mit der diesjährigen gut besuchten Ausstellung erreicht.

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Aktion Sternenstaub

Aktion Sternenstaub ist ein Zusammenschluss von Sterneneltern unter dem Motto: "Gegen das Vergessen"

 

k Lichtermesse 11 16 003 2                  k Kelber Möhle

PRESSEMITTEILUNG

Lichter gegen das VergessenFriedhofsgärtner bringen an Allerheiligen Friedhöfe zum leuchten

Am Allerheiligentag, dem 1. November um 16.45 Uhr hat Ulrich Kelber, Mitglied des Deutschen Bundestages symbolisch die erste Kerze der Aktion - Lichter gegen das Vergessen – auf dem Nordfriedhof in Bonn angezündet. Unterstützt wurde er dabei von Hans Möhle, dem Vorsitzenden der Bonner Friedhofsgärtner Genossenschaft.. Anschließend versammelten sich die Gläubigen zu einer ökumenische Lichtfeier in der Friedhofskapelle, deren Treppenstufen von den brennenden Kerzen geschmückt waren. Im Anschluss an die Andacht haben die Teilnehmer die Kerzen zu den Gräbern ihrer Angehörigen getragen.